Wer regelmäßig handgemachte Naturseifen kauft, wird in den kommenden Jahren möglicherweise etwas bemerken: Auf manchen Etiketten stehen plötzlich deutlich mehr Duftallergene als früher. Viele fragen sich dann, ob sich die Rezeptur verändert hat oder ob die Seife weniger verträglich geworden ist.Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist das nicht so.

Warum werden jetzt mehr Allergene angegeben?

Die Europäische Union hat die Vorschriften zur Kennzeichnung von Duftallergenen erweitert. Ziel ist es, Verbraucherinnen und Verbrauchern noch mehr Transparenz zu bieten – insbesondere Menschen mit bekannten Duftstoffallergien.Das bedeutet nicht, dass plötzlich neue Stoffe in der Seife enthalten sind. Vielmehr müssen künftig mehr natürlich vorkommende Duftbestandteile einzeln auf dem Etikett aufgeführt werden.

Was sind Duftallergene überhaupt?

Viele Duftstoffe – egal ob sie aus ätherischen Ölen oder aus Parfümölen stammen – bestehen aus einer Vielzahl natürlicher oder synthetischer Einzelbestandteile.Einige dieser Bestandteile können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen. Deshalb müssen sie ab bestimmten Konzentrationen auf kosmetischen Produkten einzeln deklariert werden.Bekannte Beispiele sind:

  • Limonene
  • Linalool
  • Citral
  • Geraniol
  • Eugenol
  • Coumarin

Künftig kommen weitere deklarationspflichtige Stoffe hinzu.

Bedeutet das, dass die Seife schlechter geworden ist?

Nein.Wenn auf einem Etikett plötzlich mehr Allergene aufgeführt sind, bedeutet das in den meisten Fällen lediglich, dass die gesetzlichen Kennzeichnungsvorschriften angepasst wurden.Die Rezeptur kann völlig unverändert geblieben sein.Die Seife ist dadurch weder gefährlicher noch minderwertiger.

Warum macht der Gesetzgeber das?

Die Kennzeichnung soll Menschen helfen, die bereits wissen, dass sie auf bestimmte Duftstoffe allergisch reagieren.Wer beispielsweise eine bekannte Allergie gegen Linalool oder Citral hat, kann diese Stoffe auf dem Etikett leichter erkennen und das passende Produkt auswählen.Für die meisten Menschen ändert sich im Alltag nichts.

Betrifft das auch handgemachte Naturseifen?

Ja.Auch kleine Seifenmanufakturen müssen die geltenden Kennzeichnungsvorschriften einhalten.Handgemachte Naturseifen unterliegen denselben Anforderungen wie industriell hergestellte Kosmetikprodukte. Deshalb werden künftig auch bei vielen Naturseifen längere Listen von Duftallergenen zu sehen sein.

Müssen jetzt alle Seifen neu hergestellt werden?

Nein.Neue Kennzeichnungsvorschriften bedeuten nicht automatisch, dass alle Produkte neu produziert oder neu entwickelt werden müssen.Ob eine Sicherheitsbewertung, neue Etiketten oder weitere Unterlagen erforderlich sind, hängt immer von den jeweiligen gesetzlichen Übergangsfristen und vom einzelnen Produkt ab.

Was bedeutet das für unsere Seifen?

Bei Vivi Soaps achten wir darauf, dass unsere Produkte den geltenden gesetzlichen Anforderungen entsprechen.Sollten sich Kennzeichnungsvorschriften ändern, passen wir unsere Etiketten selbstverständlich entsprechend an.Unser Ziel bleibt dabei unverändert:

  • hochwertige handgemachte Naturseifen
  • transparente Kennzeichnung
  • sorgfältig ausgewählte Inhaltsstoffe
  • ehrliche Informationen ohne unnötige Verunsicherung

Fazit

Mehr Allergene auf dem Etikett bedeuten nicht automatisch mehr Allergierisiko.In den meisten Fällen handelt es sich lediglich um eine genauere gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung. Für die meisten Menschen ändert sich dadurch nichts an der Anwendung oder Qualität ihrer Lieblingsseife.Wer bekannte Duftstoffallergien hat, profitiert sogar von der ausführlicheren Deklaration, da sich passende Produkte künftig noch einfacher auswählen lassen.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Kosmetikhersteller sollten bei gesetzlichen Änderungen stets prüfen, welche Anforderungen für ihre jeweiligen Produkte gelten.